Unternehmensnachfolge (2)

Eine Unternehmensnachfolge wird in erster Linie durch den ausscheidenden Unternehmer verursacht. Dabei bewegt in Sachsen in knapp zwei Drittel aller Fälle das eigene Alter den Unternehmer dazu, eine Nachfolge anzugehen. Mit zunehmendem Alter steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Unternehmensnachfolge nicht in erster Linie durch das Alter angestoßen, sondern durch Unfall, Krankheit oder den plötzlichen Tod erzwungen wird. Dies ist im Freistaat Sachsen bei rund jeder fünften Unternehmensnachfolge der Fall. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Gründe, wie Interessensverschiebungen und wirtschaftliche Situationen, die zu einer Unternehmensnachfolge führen können. Rund 16 Prozent der Nachfolgen in Sachsen erfolgen aufgrund sonstiger Ursachen.

Unternehmensnachfolgen in Sachsen

Unternehmensnachfolgen in Sachsen bis 2020; Quelle: Sächsischer Mittelstandsbericht 2005/2006
(© Sächsischer Mittelstandsbericht 2005/2006)

 Unerwartete Unternehmensnachfolgen bergen erhebliche Risiken

Die genannten Ursachen der Unternehmensnachfolgen sollten insbesondere dahingehend unterschieden werden, ob sie erwartet oder unerwartet eintreten. Eine unerwartete Unternehmensnachfolge birgt gegenüber einer erwarteten erhebliche Nachteile. So nimmt das Unternehmen bei fehlendem Notfallplan durch die kurzzeitig auftretende Führungslosigkeit erheblich Schaden. Darüber hinaus ist eine gezielte Einarbeitung des Nachfolgers im Rahmen einer gleitenden Führungsübertragung in diesem Fall nicht möglich. In Sachsen kommt jede fünfte Unternehmensnachfolge durch plötzlichen Tod, Unfall oder Krankheit des Übergebers und damit unerwartet zustande, wobei davon auszugehen ist, dass zusätzlich auch noch ein Teil der durch sonstige Ursachen hervorgerufenen Unternehmensnachfolgen plötzlich erfolgt.